Ahoi, Emmalis

Emmalis Tagebuch:

 

Segeln? Steht das echt schon an? Wir waren doch eben noch zum Skifahren und Snowboarden in Oberjoch.. und kurz darauf in Frankreich zum Kanufahren.. aber okay, wird bestimmt genauso unvergesslich wie die letzten beiden Trips. Also.. Sachen packen und auf gehts!

Sonntag, 16.07.2017, 8:30 Uhr
Ahoi Matrosen! Der Bus steht bereit, will beladen werden, seine Reise endlich antreten.
Ein bisschen müde noch, versammeln sich alle Crews am vereinbarten Treffpunkt. Außer die, die ihr Gepäck zuhause vergessen hatten – die mussten natürlich noch einmal Richtung Rastatt fahren, um selbiges abzuholen. Kurz nach 9 ging’s dann aber für alle los. 🙂
Die Emmalis-Crew rund um Herr Rädle und Frau Langensteiner, ursprünglich bestehend aus 8 Frauen und 9 Männern, muss schon zu Beginn 2 Verluste der Crew verzeichnen.
Als dann auch noch, quasi kaum in Harlingen/Holland angekommen, tragischerweise aus krankheitsbedingten Gründen eine weitere Person ausfällt, bestehen wir aus mit Skipper und Matrose insgesamt 10 Männern und nur noch 6 Frauen – na, das kann ja was werden. Okay, „Seehündin“ Kes noch. Die Busfahrt verlief gewohnt musikalisch und ließ kaum Raum, um den Sonntagsschlaf nachzuholen. Viele Stunden später erreichen wir den (sicheren) Hafen.

Die Emmalis-Crew kann ihr Gepäck gleich auf das „neue Zuhause“ aufladen. Ein wunderschönes, uriges, altes Segelboot also. Der erste Eindruck ist.. etwas beklemmend. So.. klein. Aber kaum 2 Tage später finden wir alle genau das ziemlich gemütlich, so wie es Herr Rädle bereits vorhergesehen hatte. Die kommende Woche verlief, nicht zuletzt dank Skipper Han und Matrose Rick, ereignisreich, eindrucksvoll und mit sehr viel Spaß. Der Zusammenhalt beim Segeln über die endlose Weite des Meeres, das gemeinsame Kochen und Essen, die entspannten Stunden an Deck, die Planung und Durchführung der Projekte – es war für uns alle eine unvergessliche Zeit.

Ein Projekt war z. B. die „Crew-Erkennung“, bei der die Emmalis-Crew zweifellos die schönsten und individuellsten T-Shirts hergestellt hat – ja der Konkurrenzgedanke zu den anderen Booten war da ;-). Im Mittelpunkt stand die japanische Batiktechnik „Shibori“. Zum Trocknen ging es für die T-Shirts anschließend auf die Wäscheleine an Deck.

Ein weiteres Highlight war sicherlich für uns alle das „Trockenfallen“. Zu erleben, wie sich das Meer rund um die Emmails zurückzieht, war einzigartig. Nachdem unser Skipper uns aus frisch gefangenen Krebsen noch eine Suppe gezaubert hatte, konnten wir den Sonnenuntergang an Deck noch mit einer Panna Cotta genießen. Später waren noch Wattwanderungen mit Taschenlampen möglich.

Die kommenden Tage verliefen ähnlich ereignisreich und die Zeit verging wie im Flug. Am Freitag ging es schließlich zurück nach Deutschland. Ankunft am Seminar: ca 23:30 Uhr.

Es wurde viel gelacht und sich unterhalten, wir haben tolle Momente geteilt und das erste Jahr Revue passieren lassen.

Diese und viele weitere Erlebnisse machten die Segel-Woche für uns zu einem tollen Baustein einer 3- jährigen Ausbildung. Schade, dass es schon vorbei ist!

-Ahoi, Emmalis.

Nici, Emmalisianerin

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