Begrüßungsrede zur Weihnachtsfeier von Leonard Segadlo

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Seminarleitung und Dozenten,
2er, 1er und alle anderen, die sich in diesem Raum befinden.

Ich möchte Sie alle ganz herzlich zur diesjährigen Weihnachtsfeier am PFS begrüßen und möchte, bevor wir uns alle auf die tollen Speisen und Getränke stürzen, euch eine Geschichte erzählen.

Dieses Jahr im September, also 2 Wochen vor Ausbildungsbeginn, habe ich mich mit einem Freund unterhalten, der die Fachlehrerausbildung bereits abgeschlossen hat. Ich bat ihn um ein paar Eindrücke, was er so alles am PFS erlebt hat.

Und er sagte: Leo, das PFS ist ein magischer Ort. Es gleicht gar einem Märchenschloss, in dem Dinge geschehen und Menschen sich bewegen, von denen du niemals geglaubt haben magst, das diese existieren.

Also gut, dachte ich mir, da werde ich mich also überraschen lassen und tatsächlich.
Als ich von der Straße abbog in die Herzstraße 16 durchquerte ich ein Tor zur Festung. Man ließ mich gewähren, denn es war nicht einmal bewacht.

Der Weg zu einem Schloss ist bekanntlich recht uneben und holprig. Man überquert so manchen Stock und Stein. Und ich bin mir sicher, dass so mancher Stoßfänger beim überfahren des Parkplatzes ein wenig Lack dort gelassen hat. Das gehört ja schließlich auch dazu. Ebenso wie ein anständiger Burggraben. Der ist aber nur voll, wenn es geregnet hat. Und wenn es mal so richtig geschüttet hat, bleibt wirklich kein Fuß trocken.

Das Seminargebäude an sich, ist tatsächlich ein Schloss. Es ist massiv gebaut aus rotem Stein, die Fenster einfach und symmetrisch ragt das schwarze Dach gen Himmel.

Doch von märchenhaften Dingen fehlt jede Spur. Wie falsch ich lag, begriff ich, als ich die ersten Meter ins Gebäude lief. Da kam mir aus den Katakomben ein Riese entgegen gelaufen.
Bis heute, Herr Fix, habe ich in meinem ganzen Leben keinen größeren Menschen gesehen.

Ab da war mir klar, dass ist wirklich in einem Märchenschloss bin, mit allem was dazu gehört:

Es gibt einen Waffenschmied, mit dem neuesten und sichersten Maschinen und einem Blasebalken, der ist richtig richtig gut, Herr Portisch.

Auch wohnt hier ein Zauberer, der die Gestalt anderer Menschen annehmen kann. Und wenn er das gemacht hat, dann betreibt er ein kleines Nebengewerbe und bessert die Schlosskasse mit dem H16 ein wenig auf. Oder Herr Kumpf, Haare weg und dicker Bart, das steht uns gut, nicht wahr?

Mein Freund hat mich auch vor dem Schlossdrachen gewarnt. Schlossdrachen?, fragte ich mich? Da sah ich Frau Langensteiner und ihren Hund. Dann verstand ich. Erst paar Tage später habe ich gemerkt, dass der Hund gemeint war.

Und wo ein Drache, da auch ein Ritter. Mutig, stark und im Schlosstürme im toprope hochklettern um Prinzessinnen zu befreien ist er ein Ass. Seine Rüstung ist ökologisch abbaubar. Lediglich sein Helm hat kein Visier, das würde Herrn Grammels Bart einklemmen.

Auch gibt es eine groooooße Küche in der so mancher Schmaus zubereitet wird von den Sammlerinnen. Eine hat das mit dem Sammeln etwas missverstanden. Jetzt beherbergt Frau Schwarz über 40 Paar Schuhe zu Hause.

Ab und zu trifft man auch auf eine Bogenschützin, die ständig an ihrer Bogenspanntechnik feilt…Frau Breuer.

Es gibt so viele tolle Menschen hier mit ihren Eigenschaften; sie alle aufzuzählen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Einen darf ich aber nicht vergessen. Er ist ständig hier. Er hilft jedem wo er nur kann und handelt selbstlos und wohlwollend.
Er ist gerade auch hier, nur können wir ihn nicht sehen.

Wen ich meine ist der Zauber.
Der Zauber, der es schafft aus uns allen, eins werden zu lassen. Der Zauber der einem hilft, seinen Traum zu verwirklichen. Den Zauber den ein mancher wirklich braucht: Eine Zweite Chance; einen neuen Start.

Und ich kann wahrhaftig sagen: Ja, das PFS ist ein Märchenschloss. Hier werden Wunder wahr.

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu und wir werden uns erst im Neuen wiedersehen. Und im Rückblick dieses Jahres möchte ich ein Wort an unsere Dozenten richten, und das ist Danke.

Danke dafür, dass wir in Ihrem Märchenschloss so toll aufgenommen wurden. Danke dafür, dass der Zauber hier lebt und nicht vertrieben wird.
Danke dafür, dass Ihre Kerze brennt, um unsere zu entfachen.

Und so sollen wir heute eine tolle Zeit zusammen verbringen, mit tollen Gesprächen, viel Humor und ganz viel Zauber.

 

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